Eine 34-jährige Frau aus dem südlichen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt, nachdem sie ihre fünf Monate alte Tochter so schwer misshandelt hatte, dass das Kind sechs Knochen in Armen und Beinen brach.
Die massiven Verletzungen der kleinen Anna (Name geändert) konnten weder von dem Kinderchirurgen, noch von der Sachverständigen der Rechtsmedizin oder dem Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richterin Celina Nappenbach anders erklärt werden als durch rohe Gewaltanwendung. Die Mutter hatte das Baby im November 2014 zu ihrer Hausärztin gebracht, da Anna, die im Mai desselben Jahres geboren wurde, nicht mehr trinken wollte. „Das Kind hing stöhnend an der Mutter und hatte blaue Flecken“, berichtete die Ärztin im Zeugenstand. „Bei jeder Lageveränderung hat es gejammert.“ Aufgrund des schlechten Gesundheitszustands des Babys und einer Schwellung am Oberschenkel wurde es ins Klinikum nach Augsburg überwiesen.

